Kurz und knapp #3/26

Kurz und knapp

3. Mai 2026

Spider-Noir

Kultur – Wer spielte schon einmal einen Engel, Teufel, Magier, Tempelritter, Vampir, Bienenzüchter, Wetterfrosch, Rockstar, Killer, gut 100 weitere schlechte Rollen – und nicht zuletzt: sich selbst in der Midlife Crisis? Richtig, Nicolas Cage. Man könnte meinen, mittlerweile habe er Hollywood durchgespielt. Doch ab dem 27. Mai darf man den ewig Wandelbaren als «Spider-Noir» geniessen. Der erfolglose Privatdetektiv Ben Reilly hadert im New York der 1930er-Jahre mit seiner Vergangenheit als desillusionierter Superheld «The Spider». Diesen Irrsinn darf man sich guten Gewissens gleich zweimal ansehen, denn die Serie gibt es dank eigener patentierter Filmtechnik sowohl in Schwarz-Weiss als auch in voller Farbe. Wird es gut? Wer weiss. Wird es weird? Wahrscheinlich. Aber wird es Nicolas Cage? Definitiv. (dri)

 

Stutz ist keine Stütze

Forschung – Geld macht nicht glücklich. Zumindest nicht allein. Auf dieses Ergebnis sind auch Harvard-Forschende nach 85 Jahren betriebenem Aufwand gekommen. Eine Studie, die 1938 mit einer Gruppe von 724 Männern startete, begleitete Teil nehmende über mehrere Lebensabschnitte hinweg und analysierte sowohl die Entwicklung des materiellen Wohlhabens als auch das emotionale Wohlbefinden. Allmählich wurden auch die Ehefrauen und Kinder der ursprünglichen Proban den miteinbezogen. Glücklich seien im hohen Alter insbesondere diejenigen geblieben, die ihre zwischen menschlichen Beziehungen priorisierten; so landete ein Kunstlehrer mit kleinem Einkommen weit oben auf der Liste bezüglich Zufriedenheit und Gesundheit, ein wohlhabender Anwalt dagegen eher tief. (man)

 

Vom Stimmverbot ins Parlament

Politik – Ein wichtiger Schritt für mehr politische Gleichstellung: Am 5. Mai 2025 beschloss der Nationalrat, dass Menschen mit Behinderungen nicht länger vom Stimmrecht ausgeschlossen werden dürfen. Der Ständerat bestätigte diesen Entscheid im folgenden September. Für Pro Inf irmis ist das ein bedeutendes Signal für mehr Inklusion. Das Netzwerk setzt sich dafür ein, politisch engagierte Menschen mit Behinderungen zusammenzubringen und zu unterstützen. Im Rahmen des Projekts «Forum 22» organisiert sie die Behindertensession. Am 21. Oktober findet auf Einladung des National ratspräsidenten Pierre-André Page die zweite Ausgabe im Bundeshaus statt. Rund 200 Personen haben sich für die 44 zu vergebenden Sitze beworben. Wer ins Parlament einzieht, bestimmt die Bevölkerung: Bis zum 17. Mai können jeweils drei Stimmen abgegeben werden. Zu den Kandidierenden zählen auch Ladina Bosshard, Studentin der Germanistik und Skandinavistik an der Universität Zürich, und Tabea Milena Patt, Physikstudentin an der ETH. (deb)