Kurz und Knapp #2/26
Rap in aller Munde
Kultur – Ob Strasse, Wissenschaft oder Feuilleton, wie keine andere musikalische Form hat es der Rap in den letzten Jahren geschafft, Einzug in die verschiedensten Bereiche der Gesellschaft zu halten. In der sechsteiligen Gesprächsreihe «Zwischen Demut und Grössenwahn» spricht Okan Yilmaz an sechs Abenden mit verschiedenen Persönlichkeiten des Schweizer Raps über die Poetik, mit der sich dieses kulturelle und politische Phänomen entfaltet. Dabei wird die Brücke von literaturwissenschaftlichem Fachwissen zur performativen Dimension der Kunst geschlagen. Zuschauer*innen dürfen sich auf Gespräche mit Tiefgang mit Schweizer Grössen des Sprechgesangs wie Luuk, Soukey und Débikatesse freuen. Die ersten Gespräche finden am 26. März, 30. April und 28. Mai im Karl*a die Grosse statt. (mag)
Einmal tief seufzen bitte!
Forschung – Seufzen ist wichtig. Wie wichtig erklären Forschende der ETH Zürich anhand einer letzten Herbst veröffentlichten Studie. Ein tiefgehender Atemzug ist nämlich sogar physiologisch notwendig. Beim Seufzen atmen wir etwa sechsmal tiefer als normal. Dies verhindert, dass die winzigen Lungenbläschen in ihrer Flüssigkeit zusammenfallen. So bleiben die Lungen offen und er möglichen durch eine kontinuierliche Sauerstoffeinnahme weiterhin eine effiziente Atmung. Würden die Bläschen stattdessen zusammenfallen, würden sie verkleben und die Atmung würde erschwert. Der Seufz-Mechanismus stellt sicher, dass alle Lungenbereiche mit Sauerstoff versorgt bleiben. Also jetzt alle einmal tief durchatmen! (deb)
Die Energie wendet sich
Politik – In der Schweiz könnte sich die Energiepolitik bald ändern: Der Ständerat hat einem Vorschlag des Energieministers Albert Rösti zugestimmt, der den Bau neuer Atomkraftwerke (AKW) wieder ermöglichen soll. Damit würde man das seit 2017 geltende Neubauverbot aufheben, das im Rahmen der Energiestrategie nach der Fukushima-Katastrophe beschlossen wurde (Fun Fact: Der Entscheid wurde am Jahrestag der Fukushima-Katastrophe am 11. März gefällt). Der Beschluss bedeutet allerdings nicht, dass direkt neue AKW gebaut werden. Zunächst muss sich auch der Nationalrat mit der Vorlage befassen. Zudem dürfte die Stimmbevölkerung in einer Volksabstimmung das letzte Wort haben. Die bürgerlichen Parteien argumentieren, dass die Schweiz für die Zukunft alle Optionen in Sachen Energieversorgung offenhalten müsse. Sie sehen in der Kernenergie eine wichtige Absicherung für die Stromversorgung. Gegner*innen warnen hingegen vor einem Comeback der Atomkraft, das die Energiewende bremsen könnte. Sie verweisen auf Risiken wie Atommüll, hohe Kosten und lange Bauzeiten. (deb)