Zürcher Studierendenzeitung

Editorial #3/22

Editorial

Studieren im Krieg — Der Überfall Russlands auf die Ukraine ist nur etwas mehr als tausend Kilometer von Zürich entfernt. Studis schauen nun Vorlesungen aus dem Bunker oder müssen ihre Heimat verlassen. Universitäten werden zerbombt, tausende von Menschen sterben.

Wie geht es den Studierenden vor Ort und was sind ihre Gedanken zu diesem Angriffskrieg? Zwei Studis haben für uns geschrieben. Wir haben ihre Texte mit Hilfe des slavischen Seminars der Uni Zürich übersetzt und abgedruckt. Vlad berichtet aus Odessa, einer Stadt, die zunehmend zur Zielscheibe der Invasion wird. Er berichtet von seinem vom Krieg geprägten Alltag (S. 20–21). Karyna hat ein Essay aus Lwiw geschrieben, in dem sie ihre Ängste und Hoffnungen mit uns teilt (S. 22–23). Einige ukrainische Studis sind in die Schweiz geflohen, knapp hundert studieren nun an der Uni Zürich. Wer sind sie? Und wie geht es ihnen? Wir haben mit drei Studentinnen gesprochen (S. 24–25). Schliesslich haben wir Vitaly interviewt, den Redaktor des studentischen DOXA-Magazins aus Moskau. Dessen Redaktion kämpft mit Journalismus gegen das autoritäre Regime und nennt den Krieg beim Namen (S. 26–27).

Für die Redaktion

Lukas Heinser und Carlo Mariani