Zürcher Studierendenzeitung

Do you speak acadenglish?

Mit dem «Hello, one beer please»-Englisch der Mittelschule kommt man an der Hochschule nicht weit. Deshalb bietet das Sprachenzentrum neu Kurse für den akademischen Alltag an.

Sich im Kino einen Film auf Englisch anzuschauen oder sich in den Ferien in Englisch zu unterhalten, scheint für den zeitgenössischen Studierenden kein Problem zu sein. Doch wie sieht es aus, wenn man einen akademischen Beitrag in englischer Sprache verfassen muss? Dann entstehen für manchen die ersten Schwierigkeiten.

Veranstaltungen auf Englisch

Das Sprachenzentrum der Universität und der ETH Zürich kann diesem Problem neuerdings Abhilfe leisten: Es bietet seit kurzem Kurse an, die sich speziell auf den akademischen Verwendungszweck konzentrieren. Die Schulung in «English for Academic Purposes» (EAP) nimmt sich zum Ziel, dem Lernenden nicht nur ein allgemeines Sprachverständnis beizubringen, sondern in ihm hauptsächlich die sprachliche Fertigkeit im Hinblick auf das Studium zu fördern. Dabei geht es darum, das Verständnis von akademischen Texten und das eigene Verfassen von Arbeiten zu fördern, um Vorlesungen, die in Englisch gehalten werden, problemlos zu folgen oder Präsentationen zu halten sowie Diskussionen führen zu können.

Fachsprachliche Kompetenzen

«An der ETH werden seit der internationalen Ausrichtung der Masterstudiengänge die Veranstaltungen nicht mehr auf Deutsch, sondern hauptsächlich auf Englisch gehalten. Doch auch an der Uni zeigt sich in verschiedenen Disziplinen Englisch als Verkehrssprache. Deshalb war es wichtig, das Kursangebot entsprechend auszubauen», sagt Sabina Schaffner, die Direktorin des Sprachenzentrums, das es nun seit fünf Jahren gibt und in Zusammenarbeit sowie mit Subventionen von beiden Hochschulen unterstützt wird. Ein weiteres Angebot heisst «English for Specific Purposes» und dient dem Zweck, fachsprachliche Kompetenzen zu vermitteln. So kann sich ein Jus-Student in sein «English for Law» oder ein Naturwissenschaftler in «Scientific and technical English» vertiefen.

Bis auf Prüfungsvorbereitungskurse auf die Examen TOEFL oder IELTS ist das Angebot kostenlos und kann im Gruppenunterricht von 14 bis 24 Teilnehmern besucht werden. Im Zentrum steht auf jeden Fall die Eigenaktivität innerhalb der Sprache, je grösser jedoch der Kurs ist – für Spanisch und Russisch gibt es so genannte Grosskurse – desto mehr Selbststudium wird gefordert. Wer sich ganz selbstständig die Kenntnisse einer Sprache aneignen will, der kann im Selbstlernzentrum Module für einzelne Fertigkeiten und Niveaus absolvieren. Unterrichtet werden die Sprachen von ausgebildeten Dozierenden, die ihr Wissen nicht nur an Studierenden, sondern auch an Doktorierende und Mitarbeiter beider Hochschulen weitergeben.